Sie befinden sich im Bereich: Aktuelles Übersicht
Montag, 27. Juni 11 um 18:17

Freie Wähler organisierten Stadtrundfahrt

Kategorie: Aktuelles

 

Teilnehmer waren von den vielen Informationen begeistert

Stadtrundfahrt

Ortsvorsitzender Christian Brandstetter begrüßte zur Stadtrundfahrt, bei der die aktuellen Maßnahmen der Stadt Rottenburg besichtigt wurden, über 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Bürgermeister Alfred Holzner, der die einzelnen Projekte erläuterte. Den Schwerpunkt legte das Stadtoberhaupt zwischendurch immer wieder auf die aktuell laufenden Debatten zur Energiewende. Er informierte die Teilnehmer über sämtliche Maßnahmen, die in Rottenburg bereits in den vergangenen Jahren zur Energieeinsparung und Energiegewinnung ergriffen wurden.

Zunächst ging die Fahrt zur ehemaligen Kaserne wo die Entwicklung des ehemaligen Schlachthofareals zum Baugebiet und folgend der Neubau der Kinderkrippe von Bürgermeister Alfred Holzner erläutert wurden. Er nannte in dem Zusammenhang auch die Gründe und Eckdaten für den Abbruch des Unterkunftsgebäudes, welches sich an der Stelle der bereits im Bau befindlichen Kinderkrippe befand. Mit dieser Entwicklung kann die Nachnutzung der Kaserne als abgeschlossen betrachtet werden, was insgesamt als Glücksfall für Rottenburg bezeichnet werden darf. Allein an der Nachhaltigkeit der jeweiligen Einrichtungen und des kurzen Zeitfensters der Umnutzung wird dies besonders deutlich. Während der Weiterfahrt durch das Industriegebiet informiert Holzner über die verschiedenen Betriebserweiterungen und Gewerbeansiedlungen der letzten Jahre, bevor die Fahrt Richtung Eschenloh führte. Dort zeigte er den Teilnehmern den von Vodafone geplanten Standort für einen Funkturm, der vorrangig die Region mit schnellem Internet (LTE) versorgen soll. Da das Thema Breitbandversorgung auch in Rottenburg von besonderer Bedeutung ist, sprach der Bürgermeister die derzeit laufenden Verbesserungen im Gemeindegebiet an. Als nächstes wurde die begonnene Sanierung der Ortsdurchfahrt in Bogenhausen besichtigt, welche Baukosten in Höhe von rund 290.000 Euro auslöst. Bei der Schlossklinik erfuhren die Teilnehmer alles Wissenswerte über die derzeit im Bau befindliche Anschlussheilbehandlung. Für die 33 zusätzlichen Betten investiert der Landkreis 5,75 Millionen Euro. Mit einer Bettenzahl von rund 100 soll das wirtschaftliche Ergebnis am LaKUMed-Standort Rottenburg verbessert werden. Für Rottenburg und die gesamte Region ist diese hart umkämpfte Erweiterung von großer Bedeutung, weil das „Haus“ damit zukunftssicherer wird und so auch künftig die notärztliche Versorgung gewährleistet ist. Die Weiterfahrt führte die Teilnehmer nach Niedereulenbach, wo eine Freiflächenphotovoltaikanlage mit 1,2 Megawatt entstehen soll. Unser Kommunalunternehmen investiert hier 2,5 Millionen Euro in regenerative Energien, so Bürgermeister Holzner. Er informierte über den aktuellen Stand der Planungen und die verschiedenen Hürden, die es zu nehmen galt.

Letzter Punkt der Rundfahrt war der Bereich der Stadtsanierung. Hier erläuterte Alfred Holzner den Umfang und die Kostensituation der im Juli beginnenden Maßnahme. Ortsvorsitzender Christian Brandstetter dankte dem Bürgermeister für die interessanten Ausführungen und lud zum gemütlichen Beisammensein und Möglichkeit zur Diskussion ins

Cafe Altes Rathaus ein. Dort ging Bürgermeister Holzner noch auf die aktuellen Kopfstände von Vertretern der großen und der kleinen Politik ein. „Ich halte nichts von Schnellschüssen und blindem Aktionismus, so wie derzeit von einzelnen Kommunalpolitikern praktiziert und gefordert. Die Energiewende hängt von vielen Faktoren, vor allem aber vom weiteren Netzausbau ab. Wir haben also durchaus die Zeit uns fundiert mit der zukünftigen regionalen Energiepolitik auseinander zu setzen.“

Die Stadt Rottenburg übernimmt ohnehin in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle. So werden derzeit landesweit lediglich drei Prozent der Straßenbeleuchtung mit energiesparenden Leuchten ersetzt. In Rottenburg hingegen werden in den nächsten Monaten 25 Prozent der gesamten Straßenbeleuchtung ersetzt, aber nicht durch Gelblicht wie andernorts, sondern einen Schritt weiter, nämlich durch LED.

„Den Weg zu einer besonders energieeffizienten oder energieautarken Gemeinde schaffen wir nur, wenn wir die Bürger einbinden und mitnehmen können. Dies gelingt wiederum nur, wenn die Rahmenbedingungen wie EEG, Förderung etc. stimmen.“ Bei Kaffee und Kuchen klang der Nachmittag aus.

 

 

 

 

 

Energieeinsparung:

- energetische Sanierung Volksschule für 1,2 Mio. Euro

- energetische Sanierung Rathaus ca. 900.000 Euro

- Betrieb eines BHKW im Rathaus und künftig im Bereich Bauhof/FFW Rol

- Umstellung von Öl auf Gas in den Kindergärten Rol und OHK, sowie der Kläranlage

- Errichtung von Kollektoren zur Brauchwassererwärmung im Freibad

- Reduzierung Leuchten bei Peitschenlampen um 50% und Umrüstung von HQL (125 Watt) auf NHV-Leuchten (80 Watt) und damit Einsparung von 29 to CO² jährlich

- Umstellung aller Pilzleuchten und damit 25% der gesamten Straßenbeleuchtung in der Gemeinde (80 Watt) auf LED (17 Watt)

 

Regenerative Energien

- Initiative und Eigenbeteilung der Stadt bei Schaffung Bürgersolarparks Förderschule und Spital

- Alle städtischen Dachflächen für Bürgersolaranlagen kostengünstigst zur Verfügung gestellt

- Betrieb eigener PV-Anlagen auf Salzhalle und Gerätelager Schulsportanlage

- Errichtung und Betrieb von 2 Hackschnitzelheizungen mit Lkr

- Errichtung einer Freiflächenanlage 1,2 MW und 2,5 Mio. Euro netto an Investitionskosten

- Prüfung Fernwärmeversorgung Baugebiet „Im Gwand – Erweiterung“