10.03.2021
Aus der Stadtratssitzung: Landwirtschaftlicher Verkehr auf der GVS Eschenloh – Oberhatzkofen über Viehhausen

Reduzierung des Gülletransports durch die Innenstadt. Im Jahr 2020 suchten Landwirte proaktiv das Gespräch mit der Stadtverwaltung. Gülletransporte sind in der heutigen Zeit für Landwirte unvermeidbar. Kleine Landwirte werden immer weniger, die Arbeitszeit immer teurer, Maschinen somit größer und die Düngeverordnung zum Schutz der Umwelt hat ihr übriges getan, dass viele Landwirte ihr kleines Güllefass nicht mehr anpacken dürfen und einen Lohnunternehmer mit der sachgerechten Ausbringung beauftragen müssen. Die Landwirte möchten gerne ihren Transportweg so kurz wie möglich halten und die Immissionsbelastungen reduzieren. Ein Wunsch der Landwirte war es zu vermeiden durch den Stadtkern pendeln zu müssen. Mit der Verwaltung wurden alternative Routen besprochen. Als Kompromiss wurde vorgeschlagen, die Hinfahrt durch den Stadtkern und die Leerfahrt über Viehhausen zu organisieren, um so Schäden an der Gemeindeverbindungsstraße zu vermeiden und dem Sicherheitsbedürfnis der Anwohner nachzukommen. Hierfür wäre eine Anhebung der Tonagenbegrenzung von 10 Tonnen auf 15 Tonnen für landwirtschaftliche Fahrzeuge in Richtung Eschenloh notwendig gewesen.

Die Abstimmung viel so aus, keine Änderung der derzeitigen Beschilderung vorzunehmen. Damit fahren die Landwirte mit den Zubringerfahrzeugen weiterhin im Begegnungsverkehr durch Rottenburg.

Die Freie Wähler Fraktion sah als einzige Fraktion auch die Notwendigkeit der Entlastung unserer Innenstadt, was sich in vier Gegenstimmen widerspiegelte. Die anderen Parteien lehnten geschlossen den Antrag ab. Hoffentlich ist allen Stadträten und Fraktionen bewusst, dass es entlang dieser Ortsdurchfahrt auch erhebliche Gefahrenstellen, wie eine Physiotherapiepraxis mit ein- und aussteigenden Patienten am Neufahrner Berg, den Kindergarten, den Kurvenbereich unterhalb des Rathauses oder die zahlreichen parkenden Autos entlang der Max-von-Müller-Straße usw. gibt, vor allem weil es sich um sehr schwere und breite Fahrzeuggespanne handelt.